[:Das Schwarze Auge:] Von einem Knochenhaufen, unheilbringenden Informationen und weiteren Erkenntnissen.

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Und weiter geht es!


Hallo zusammen,

seit nun schon über einem Jahr gibt es unsere Das Schwarze Auge – Spielrunde. Zwischenzeitlich mit einigen wechselnden Spielerinnen und Spielern, was aber ganz normal ist. Schon erstaunlich, wie schnell die Zeit vergeht und das unsere Spielrunde auch heute noch so richtig rockt. Kein Scherz!

Nun gut, am 08.04.2017 trafen wir uns wieder alle zusammen, um das derzeitige Abenteuer weiterspielen zu können. Noch immer sind unsere Helden in Gareth unterwegs und wie lange das Ganze noch dauern wird, ist bisher noch nicht abzusehen. So wie ich uns kenne, vielleicht noch ein Jahr. Keine Ahnung. Eines kann ich Euch an dieser aber jetzt schon sagen: Unser Spielleiter hat den genauen Titel des Abenteuers auch dieses Mal noch nicht verraten. Aber ich bin ja ein Optimist und ziemlich sicher, dass wir den Titel noch erfahren werden. Vielleicht schon bei der nächsten Spielsitzung? Schön wäre es.

Auch wenn wir dieses Mal nicht ganz so viel geschafft haben, hat die Spielsitzung wieder eine Menge Spaß gemacht. Jetzt ist auch schon der Spielbericht fertig, doch bevor es losgeht, gibt es vorab noch eine kurze Anmerkung:

Der hier geschriebene Bericht ist reine Fiktion. Die komplette Handlung ist frei erfunden. Es handelt sich hierbei um einen Spielbericht aus unserer DSA-Spielrunde. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

Achtung! Achtung! Akute Spoilergefahr!

Der folgende Spielbericht ist aus der Sicht meines Helden – dem Rondrageweihten Adelar vom Tannenhain – geschrieben. Es daher gut möglich, dass der Bericht nicht das alle Geschehnisse widerspiegelt. Das ist durchaus auch so gewollt, denn mein Held kann schließlich nur über die Ereignisse berichten, die er entweder selbst erlebt hat oder die ihm zugetragen worden sind. Nichtsdestotrotz besteht beim Lesen des Spielberichts akute SPOILERGEFAHR. Wenn Ihr das Abenteuer früher oder später selbst spielen wollt, dann überlegt es Euch bitte sehr genau, ob es sinnvoll ist, den Bericht vorab zu lesen. Natürlich muss aber jeder für sich selbst erscheinen.

Außerdem lege ich Euch dringend ans Herz, den vorherigen Spielbericht zu lesen. Diesen findet Ihr hier.

Und jetzt geht’s endlich los mit dem Spielbericht. Ich wünsche Euch ganz viel Spaß beim Lesen. Wenn Ihr Fragen habt, schreibt gern einen Kommentar. In der Regel schaffe ich es, zeitnah zu antworten.

Euer SteamTinkerer

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Neuer Tag, neues Glück

Am nächsten Morgen fanden wir uns alle im Schankraum der Herberge „Schwert & Panzer“ ein. Bei einem recht üppigen Frühstück besprachen wir das heutige Vorgehen und wie wir mit der von Dobran Umminghausen überreichten Nachricht dieses ominösen Glasergesellen umgehen sollten. Hier unterschieden sich die Meinungen deutlich. Während ich dafür war, die Person zum angegebenen Zeitpunkt aufzusuchen, äußerte Hagen seine Bedenken.

Hagen Alarion Zandor, Weißmagier:

„Das Treffen könnte auch eine Falle sein.“

Das Gespräch dauert länger und schließlich fanden wir einen Konsenz, mit dem sich auch unsere neue Mitstreiterin, Arkja Thuresdottir, einverstanden erklärte: Die Thorwalerin sollte vorab den im Schreiben genannten Ort aufsuchen am Tage und ein wenig auskundschaften. Da sie sich erst kürzlich uns geschlossen hatte, würde man sie uns noch nicht mit unserer Gruppe in Verbindung bringen.

Olin, Jucho und ich wollten währenddessen dem Ugdalfs-Park einen Besuch abstatten und schauen, ob die Gerüchte, die ich gehört hatte, auch der Wahrheit entsprachen. Und Hagen? Er wollte zur Magierakademie „Schwert & Stab“ gehen. Vielleicht konnte er dort noch ein paar Informationen erhalten. Der Tag war ja noch jung und nach dem Frühstück machten wir uns gleich auf den Weg.

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Knochen, da sind ja Knochen

Mittlerweile hatten wir den Praios hinter uns gelassen und der 1. Rondra war angebrochen. Wir waren also schon eine ganze Weile in Gareth unterwegs. Schon am Vormittag des heutigen Tages hatten wir alle Mühe uns durch das bunte Treiben auf den Straßen der Kaiserstadt zu kämpfen.

Einst war der Ugdalfs-Park ein Boronsanger gewesen, alte, teils verwitterte Grabsteine deuten noch heute darauf hin. Die Gemäuer auf dem Parkgelände waren mit dem Ranken bewachsen. Bekannt war der Park vorallem durch seinen Irrgarten, in dem in der Vergangenheit immer wieder Personen spurlos verschwunden waren.

Als wir den Ugdalfs-Park betraten und durch diesen schritten, entdeckten wir an einigen Pflanzen und Bäumen verfaulte Stellen. Von Zeit zu Zeit erblickten wir einige Besucher, zumeist sehr gut gekleidete Damen und Herren. Einige von ihnen spazierten durch den Park, andere wiederum unterhielten sich. Unser Ziel war der besagte Irrgarten, den wir auch schon bald erreichten.

Dieser besaß irgendwie etwas Unheimliches, seine Hecken waren hochgewachsen und überragten uns. Auch unweit dieses Labyrinths konnten wir verfaulte Stellen erkennen. An der Hecke, an Pflanzen, Bäumen sowie an Wurzeln. Im Irrgarten schienen keine Personen unterwegs zu sein.

Adelar vom Tannenhain, Rondrageweihter:

„Das ist also dieser sagenumwobene Irrgarten.“

Schließlich betraten wir den Irrgarten. Jucho ging vor und führte uns, damit wir uns nicht verliefen. Relativ schnell kamen wir im Zentrum des Labyrinths an. Ein Schild, das schief an einem Holzpfahl hing, deutete darauf hin.

Als wir uns umschauten, erblickten wir plötzlich einige Knochen. Jucho fiel sofort auf, dass diese kein Knochenmark aufwiesen und auch sonst wie blitzeblank wirkten. Das war doch sehr merkwürdig. Ich konnte keine Spuren von einem Kampf oder so feststellen und zählte insgesamt sechs Schädel. Wie kamen diese Knochen hierher und wer zeichnete sich für diese Tat verantwortlich? Fragen über Fragen und Antworten gab es in diesem Moment noch keine.

Olin wirkte umgehend einen „Odem Arcanum“. Der Spruch war erfolgreich, jedoch konnte der Magier keine Magie erkennen. Wir schauten uns fragend an und unser Blick wanderte noch einmal zu den Knochen und wieder zurück. Eher aus Verzweiflung trottete Olin zum Schild, welches schief an einem Holzpfahl hing, und wollte dieses richten. Allerdings erfolglos und er hielt das Schild stattdessen in der Hand. Vorsichtig legte der Magier es auf den Boden und wir beschlossen, den Irrgarten wieder zu verlassen.

Der Rückweg dauerte ein wenig länger, da Jucho zwischenzeitlich die Orientierung verloren hatte. Nachdem ich ihn aber darauf hinwies, ob wir nicht dort hätten abbiegen sollen, fanden wir schließlich den Ausgang. Dort lief uns auch gleich ein Büttel über den Weg, den wir sofort von unserem grausigen Fund berichteten. Er wollte sich umgehend darum kümmern und wir gingen zurück zur Herberge.

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Zeit für einen Informationsaustausch

Wieder in der Herberge „Schwert & Panzer“ angekommen, suchten wir uns einen freien Platz im Schankraum. Arkja und Hagen betraten wenig später ebenfalls die Lokation. Zunächst informierten wir die beiden über unsere Entdeckungen im Ugdalfs-Park, dann berichtete die Thorwalerin.

Arkja Thuresdottir, Kriegerin:

„Beim besagten Treffpunkt gibt es keine Wohnungen, sondern das Viertel wird durchzogen von vielen, kleinen Gassen. Durchaus könnte der Ort für einen Hinterhalt dienen, wenn man uns in eine Falle locken wollte.“

Dann war Hagen an der Reihe. Auch er hatte in der Magierakademie „Schwert & Stab“ einiges interessantes herausgefunden.

Hagen Alarion Zandor, Weißmagier:

„Die Person, die wir als Aarbilar kennen, wird von den Pfeilen des Lichts gesucht. Er soll wohl ein Handlanger von Galotta gewesen sein. Wenn die Informationen, die ich herausgefunden habe, stimmen, dann ist Aarbilar heute um die 60 Jahre alt, geht gebeugt und besitzt ein tränendes Auge.“

Hagen berichtete zudem, dass er die Pfeile des Lichts bereits über die mögliche Anwesenheit von Aarbilar in Gareth in Kenntnis gesetzt hat. Außerdem hatte Hagen eine seltsame Begegnung mit einem Bibliothekar in der Magierakademie. Als er ihn nämlich auf das Porta Aitherica ansprach, fing der Bibliothekar plötzlich an zu lachen und meinte, dass das Buch schwer zugänglich wäre.

Das waren insgesamt eine ganze Menge Informationen, die wir alle zusammengetragen hatten. Als ich über das weitere Vorgehen nachdachte, beschlich mich der Gedanke, dass der von Hagen genannte Bibliothekar vielleicht noch weitere Informationen haben könnte. Deshalb sollten Olin und Hagen, also unsere beiden Magier, den Bibliothekaren noch einmal besuchen und mit ihm ein ausführlicheres Gespräch führen. Arkja, Jucho und ich wollten in der Zeit zum Pentagon-Tempel gehen und unter anderem erfragen, ob eventuell sechs Personen vermisst werden.

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Im Pentagon-Tempel und wieder zurück

Und wieder kämpften wir uns durch das bunte Treiben Gareths. Es dauerte eine ganze Weile, bis wir endlich beim Pentagon-Tempel ankamen. Dort wurden wir auch sofort zu Magisterin Chrysallia Stoerrebrandt geführt. Sie begrüßte uns freundlich und nahm sich für uns die erforderliche Zeit.

Adelar vom Tannenhain, Rondrageweihter:

„Verzeiht Euer Gnaden, dass wir so hereingeplatzt sind. Wir waren kurz zuvor in dem Irrgarten im Ugdalfs-Park gewesen. In dessen Zentrum mussten wir leider eine grausige Entdeckung machen. Sechs Schädel und mehrere andere Knochen lagen dort herum. Spuren vom Kampf konnten wir nicht entdecken. Da sich die Hesindekirche um die Vorgänge im Park kümmern wollte, kam uns sofort der Gedanke, dass es ich bei diesen Personen um Leute der Hesindekirche handeln könnte. Euer Gnaden vermisst die Hesindekirche zufällig sechs Personen?“

Die Magisterin teilte uns mit, dass die Hesindekirche keine Leute vermisste und dass die Geweihten, die die Vorgänge im Ugdalfs-Park untersuchten, kamen unbeschadet zurück. Knochen hatten die Geweihten damals im Zentrum des Irrgartens jedoch nicht gefunden.

Wir führten eine längere Konversation, in der wir eine Menge Fragen stellten und einige hilfreiche Antworten erhielten:

  • Im Ugdalfs-Park gibt es keinen bekannten Schattenpfad. Es existieren jedoch geheime Schattenpfade, die nur bestimmte Gruppen kennen. Manchmal ändern einige Pfade aber auch ihren Verlauf. Vielleicht verläuft nun ein Schattenpfad direkt im Ugdalfs-Park.
  • Das sich Gargylen gegenseitig bekämpfen, ist Chrysallia Stoerrebrandt neu. Normalerweise kennt sie so ein Verhalten von diesen Wesen nicht.
  • Die Anzahl der Gargylen hat seit dem Jahr des Feuers deutlich zugenommen. Die größte Dichte ist derzeit in Alt-Gareth festzustellen.
  • Es gibt eine Unmenge an Gerüchten über die Gargylen. So soll es zum Beispiel Gargylen geben, die Leute in Stein verwandeln oder Blut trinken. Ob diese Gerüchte auch alle wahr sind, ist nicht bekannt.

Nach diesem aufschlussreichen Gespräch mit Magisterin Chrysallia Stoerrebrandt, machten wir uns wieder auf den Weg zur Herberge. Ich war gespannt, ob die beiden Magier noch etwas vom Bibliothekar in Erfahrung bringen konnten.

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Vom Codex Daemonis und anderen beunruhigenden Informationen

In der Herberge warteten bereits Olin und Hagen auf uns. Sie hatten in dem mittlerweile gut besuchten Schankraum tatsächlich noch einen freien Platz ergattern können. Als wir uns zu den beiden Magiern setzten, erzählten wir ihnen von unserem Gespräch mit Magisterin Chrysallia Stoerrebrandt.

Im Anschluss waren Olin und Hagen an der Reihe. Die beiden Magier hatten in der Magierakademie „Schwert & Stab“ vom Bibliothekar den Codex Daemonis, welches von Rapherian zu Gareth verfasst worden war, gezeigt bekommen. Gegen einen Preis von 50 Dukaten durften Olin und Hagen einen Blick in das Buch werfen und einige Notizen anfertigen.

  • Bei dem Dämon handelt es sich womöglich um einen sechshörnigen Dämon.
  • Seine typische Gestalt ist eine verhüllende Wolke.
  • Die Spur des Dämons ist der Fraß und das Ziel die Erkenntnis.
  • (Weitere Informationen siehe Foto unten).

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Wir ließen kurz einmal Revue passieren, was Hagen damals für Gegenstände beim entdeckten Heptagram gefunden hatten:

  • Stark nach Säure riechendes Trümmerstück.
    • Dem gegenüber: Ein rein weißes Pulver (Pottasche).
  • Trümmerstück mit scharfen Kanten.
    • Dem gegenüber: Glyphe der elementaren Attraktion (Luft).
  • Rotglühendes, pulsierendes Stück.
    • Dem gegenüber: Ein Schmuckkästchen.
  • Trümmerstück aus Gold und Onyx.

Das war doch alles sehr beunruhigend und wir mussten die neuen Erkenntnisse zunächst einmal verdauen. Dann gab ich Olin einen Teil der Kosten zurück: Ganze 20 Dukaten! Damit war sowohl mein Teil sowie der von Arkja Thurresdottir beglichen.

Zur nächtlichen Praiosstunde wollten wir den Glasergesellen, wie sich die Person nannte, die das uns vorliegende Schriftstück verfasst hatte, treffen.

Ende

Damit endete unsere Spielsitzung. Meiner Meinung nach auch der richtige Moment und demnächst geht es mit unserer Kampagne weiter. Selbstverständlich folgt dann ein neuer Spielbericht.

Was wir zocken

Wir spielen Das Schwarze Auge. Es ist das erfolgreichste Pen & Paper – Rollenspiel in Deutschland, das 2015 in der 5. Edition bei Ulisses Spiele erschienen ist.

Weitere Informationen zu Das Schwarze Auge

Interesse an Das Schwarze Auge geweckt? Das Grundregelwerk bekommt Ihr unter anderem hier und den Aventurischen Almanach hier.

Das Schwarze Auge, Aventurien, Dere, Myranor, Riesland, Tharun und Uthuria sind eingetragene Marken der Significant GbR. Alle Rechte von Ulisses Spiele GmbH vorbehalten.

 

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